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Mosaik, Weichzeichner oder Balken

Drei Arten, etwas abzudecken, und nur eine davon entfernt die Information wirklich. Wie die drei rechnen, wo Verpixeltes und Weichgezeichnetes nachweislich zurückgeholt werden konnte und welche Regel im Alltag trägt.

Beim Abdecken gibt es drei gängige Mittel, und sie sehen einander ähnlicher, als sie sind. Ein Mosaik zerlegt den Bereich in Blöcke und ersetzt jeden Block durch seinen Mittelwert. Ein Weichzeichner mittelt jeden Bildpunkt mit seiner Umgebung, gewichtet nach Abstand. Ein Balken ersetzt die Fläche durch eine einzige Farbe. Die ersten beiden mitteln, der dritte löscht — und dieser Unterschied entscheidet, ob die Information noch da ist oder nicht.

Die Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet nicht welches sieht besser aus, sondern: Wie viele mögliche Werte kommen unter dieser Fläche in Frage? Ein Gesicht in einer Fußgängerzone hat unendlich viele. Ein sechsstelliger Code hat eine Million, ein deutsches Kfz-Kennzeichen deutlich weniger, als man denkt. Je kleiner diese Menge, desto weniger hilft eine Mittelung.

Warum Mitteln einen Rest zurücklässt

Wenn ein Mosaik zwölf mal zwölf Bildpunkte zu einem Wert zusammenfasst, ist dieser Wert nicht zufällig. Er hängt davon ab, was in diesen zwölf mal zwölf Punkten stand. Eine Vier ergibt einen anderen Mittelwert als eine Acht. Kennt jemand die Schriftart, die Schriftgröße, die Farben und das Format der gesuchten Zeichenfolge, kann er alle Kandidaten selbst rendern, durch dieselbe Verpixelung schicken und die Ergebnisse vergleichen. Genau das ist in veröffentlichten Arbeiten und in vorgeführten Werkzeugen mit kurzen, formatgebundenen Texten gelungen. Für Weichzeichner gilt dasselbe in anderer Form, weil eine Faltung sich unter günstigen Bedingungen näherungsweise umkehren lässt.

Daraus folgt aber nicht der Satz, den man oft liest: Mosaik ist immer umkehrbar. Das ist falsch. Wenn das Raster grob ist, wenn ein Block mehrere ganze Zeichen umfasst und wenn das Ergebnis in einen flachen Export gerechnet wurde, ist die Information tatsächlich zerstört; es gibt keine verborgene Ebene, die sich abziehen ließe, und die Rekonstruktion scheitert an der schieren Zahl der Möglichkeiten. Der Angriff funktioniert dort, wo drei Bedingungen zusammenkommen: kurz, formatgebunden und fein gerastert.

Die Regel, die im Alltag trägt

Wie grob ist grob genug

Wenn Sie sich für ein Mosaik entscheiden, ist die Blockgröße die einzige Zahl, die zählt, und sie ist relativ zur Höhe eines Zeichens zu denken, nicht in absoluten Pixeln. Als Faustregel sollte ein Block mindestens so groß sein wie ein ganzes Zeichen, besser wie zwei. Klingt trivial, wird aber ständig falsch gemacht, weil dieselbe Einstellung auf einem Screenshot vom iPhone und auf einem hochaufgelösten Bildschirmfoto vom Mac völlig verschiedene Ergebnisse liefert: Auf dem größeren Bild sind zwölf Pixel eben nur ein Viertel Buchstabe.

Der praktische Test dauert fünf Sekunden. Zoomen Sie in die abgedeckte Stelle hinein, so weit es geht. Wenn Sie die Umrisse einzelner Zeichen noch erahnen — Höhen, Unterlängen, den Zwischenraum zwischen Wörtern —, ist das Raster zu fein. Ein ausreichend grobes Mosaik sieht aus wie eine Fläche mit ein paar Farbtönen und nicht mehr wie unscharfe Schrift.

Was die Stärkeeinstellung nicht kann

Viele Werkzeuge bieten einen Regler an, und viele Leute schieben ihn auf Anschlag und halten das für erledigt. Ein hoher Wert bei feinem Raster ist aber immer noch feines Raster. Achten Sie darauf, was der Regler eigentlich steuert: die Blockgröße oder nur den Kontrast der Blöcke. Steuert er die Blockgröße, ist mehr tatsächlich mehr. Steuert er etwas anderes, sieht das Ergebnis nur beruhigender aus.

Und noch etwas, das häufiger schiefgeht als die Wahl der Betriebsart: die Abdeckung mit knappem Rand. Eine Ziffer, deren obere Hälfte über den Rand des Balkens hinausschaut, ist keine halb abgedeckte Ziffer. Bei Zahlen genügt oft schon die obere Hälfte, um sie eindeutig zu bestimmen. Decken Sie großzügig ab, lieber eine Zeile mehr als eine zu wenig.

Wie Marka das handhabt

In Marka ist das Abdecken kein Nebenschauplatz, sondern das zweite Werkzeug in der Leiste, und es wird gestrichen statt gerahmt: Sie fahren mit dem Finger oder der Maus über die Stelle. Es gibt genau die drei Arten, um die es hier geht — Mosaik, Weichzeichner und Vollton —, dazu einen Regler für die Stärke und drei Pinselbreiten. Das Mosaik ist in der kostenlosen Fassung enthalten; Weichzeichner und Vollton gehören zu Pro, einem einmaligen Kauf, der iPhone, iPad und Mac gemeinsam abdeckt. Der Export ist ein flaches Bild ohne Ebenen, und die App hat weder Server noch Konto, das Bild bleibt also da, wo Sie es bearbeiten. Die Oberfläche ist in dieser Version auf vereinfachtem Chinesisch; die Werkzeuge sind Symbole.

Häufige Fragen

Kann man ein Mosaik zurückrechnen?

Unter bestimmten Bedingungen ja, unter anderen nein. Nötig sind ein feines Raster, ein kurzer Text mit festem Format und Wissen über Schrift und Layout; dann lassen sich alle Kandidaten durchprobieren und mit dem verpixelten Bild vergleichen. Bei einem groben Raster über längerem oder unvorhersehbarem Inhalt ist die Information dagegen zerstört, und ein flach exportiertes Bild enthält keine verborgene Ebene, die man abziehen könnte. Für alles, was Schaden anrichten würde, nehmen Sie trotzdem einen Vollton.

Ist ein Weichzeichner sicherer als ein Mosaik?

Nein, eher umgekehrt. Ein Weichzeichner sieht sanfter aus, ist aber ebenfalls eine Mittelung und behält damit ebenfalls Restinformation. Ein grobes Mosaik wirft in der Regel mehr weg als ein moderater Weichzeichner. Sicher ist nur der Vollton.

Welche Farbe soll der Balken haben?

Technisch ist es egal, solange die Fläche deckend ist. Praktisch ist Schwarz oder ein sattes Grau am unauffälligsten, und bei dunklen Oberflächen ist Weiß oft lesbarer. Wichtiger als die Farbe ist, dass der Balken über die Kanten hinausreicht und dass er wirklich deckend und nicht halbtransparent ist. Ein Textmarker über einer Nummer ist kein Balken.

Reicht es, die Schrift einfach sehr klein zu machen?

Nein. Eine Verkleinerung des ganzen Bildes ist eine Mittelung wie jede andere und sie wirkt gleichmäßig, während Sie eigentlich nur eine Stelle unlesbar machen wollten. Außerdem ist das Ergebnis für den Empfänger insgesamt schlechter lesbar, was den Zweck des Screenshots untergräbt. Decken Sie die eine Stelle ab und lassen Sie den Rest in voller Auflösung.

Was mache ich mit Gesichtern?

Für die meisten Zwecke genügt ein grobes Mosaik, weil es nur um Diskretion geht und ein schwarzer Balken über einem Gesicht aussieht, als sei etwas passiert. Wenn die Person nicht erkennbar sein darf, decken Sie mehr ab als das Gesicht: Frisur, Kleidung, Tätowierungen und der Zusammenhang identifizieren Menschen ebenso zuverlässig.

Mit Marka erledigen

Marka ist eine App zum Beschriften von Screenshots für iPhone, iPad und Mac. Über das streichen, was niemand sehen soll, mit einem Pfeil auf das zeigen, was gemeint ist, die Schritte nummerieren, auf das Format zuschneiden, in dem Sie posten, und senden. Alles wird auf dem Gerät verarbeitet — kein Upload, kein Konto, kein Tracking, 2,4 MB Download. Öffnen, Zuschneiden, Mosaikpinsel und Export sind kostenlos; Pro ist ein einmaliger Kauf für alle drei Plattformen.

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