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Screenshot auf dem iPhone beschriften

Der ganze Weg vom Auslösen bis zum Senden: abdecken, zeigen, zuschneiden, sichern. Dazu, was die eingebaute Markierungsfunktion von iOS wirklich kann, was ihr fehlt und an welcher Stelle der schwarze Balken trügt.

Sie haben einen Screenshot in der Fotomediathek und wollen etwas darauf kenntlich machen: ein Feld einkreisen, mit einem Pfeil auf eine Schaltfläche zeigen, eine Telefonnummer abdecken, bevor das Bild in einen Gruppenchat geht. Auf dem iPhone geht das ohne zusätzliche App. Für ungefähr die Hälfte der Fälle reicht das auch aus, und es ist gut, vorher zu wissen, welche Hälfte gerade vor Ihnen liegt.

Die kurze Antwort: Screenshot antippen, oben rechts auf Bearbeiten, dann auf das Stiftsymbol für die Markierung. Dort finden Sie Stift, Textmarker, Bleistift, Radierer, Lasso und Lineal, eine Farbauswahl, und hinter dem Pluszeichen zusätzlich Text, Signatur, Lupe sowie Rechteck, Kreis, Sprechblase und Pfeil. Zuschneiden und Drehen sitzen in derselben Bearbeitungsansicht. Was Sie dort nicht finden, ist ein Mosaik- oder Weichzeichnerwerkzeug — und genau deshalb landen die meisten Leute auf einer Seite wie dieser.

Der eingebaute Weg, Schritt für Schritt

  1. Screenshot auslösen: auf Geräten mit Face ID gleichzeitig Seitentaste und Lauter, auf Geräten mit Home-Taste Home und Seitentaste.
  2. Die kleine Vorschau unten links antippen, solange sie noch da ist. Damit landen Sie direkt im Markierungseditor, ohne den Umweg über die Mediathek. Wischen Sie die Vorschau weg, liegt der Screenshot in Fotos und Sie gehen über Bearbeiten hinein.
  3. Bei einem Screenshot aus Safari können Sie oben zwischen Bildschirm und Ganze Seite umschalten. Ganze Seite erzeugt eine PDF-Datei der kompletten Seite, nicht nur des sichtbaren Ausschnitts.
  4. Zuerst abdecken, was niemand sehen soll. Erst danach Pfeile, Rahmen oder Text setzen.
  5. Zuschneiden auf den Teil, der die Aussage trägt.
  6. Auf Fertig tippen und entscheiden: In Fotos sichern, In Dateien sichern oder Screenshot löschen. Wer regelmäßig Screenshots verschickt und nie aufräumt, sollte sich die dritte Option angewöhnen.

Die Reihenfolge, die Arbeit spart

Abdecken kommt vor dem Beschriften, und zwar nicht aus Ordnungsliebe. Solange noch nichts auf dem Bild liegt, sehen Sie den Screenshot mit frischen Augen und bemerken die Kontaktzeile am oberen Rand, den halb sichtbaren Namen in der Benachrichtigung, das Profilbild in der Ecke. Haben Sie erst drei Pfeile gezogen, lesen Sie beim Prüfen Ihre eigenen Anmerkungen und nicht mehr das Bild darunter.

Zuschneiden kommt zum Schluss, weil ein Zuschnitt manchmal die halbe Arbeit erledigt: Was gar nicht im Bild ist, muss auch nicht abgedeckt werden. Wenn nur der mittlere Ausschnitt zählt, schneiden Sie die Statusleiste mit Uhrzeit, Mobilfunkanbieter und WLAN-Namen einfach ab, statt einen Balken darüber zu legen.

Was der eingebaute Weg nicht kann

Der schwarze Balken, den man wegziehen kann

Zwei Dinge sind hier verlässlich zu beobachten und beide überraschen Leute regelmäßig. Erstens: Solange Sie im Markierungseditor sind, bleibt jede Form ein Objekt. Ein schwarzes Rechteck über einer Kontonummer lässt sich antippen, verschieben, in der Größe ändern und löschen. Das ist praktisch, während Sie arbeiten, und es ist der Grund, warum ein flüchtiger Fingerwisch kurz vor dem Tippen auf Fertig eine Abdeckung um zwei Zentimeter verschieben kann, ohne dass Sie es bemerken.

Zweitens: Fotos bearbeitet nicht destruktiv. Ein bearbeiteter Screenshot behält sein Original, und über Bearbeiten und Zurücksetzen kommt es zurück. Für Sie ist das eine Rettungsleine. Für die Vorstellung, das Bild sei jetzt sauber, ist es ein Problem: Wer Ihr entsperrtes Telefon in der Hand hält, kann die Abdeckung mit zwei Tippern rückgängig machen. Verschickt wird zwar die flachgerechnete Fassung, der Empfänger bekommt also keine Ebenen — aber auf Ihrem Gerät liegt beides weiter nebeneinander.

Die praktische Folge: Prüfen Sie das fertige Bild noch einmal, nachdem Sie auf Fertig getippt haben, und zwar am besten in der Vorschau des Chats, in den es geht. Und wenn ein Screenshot wirklich nichts mehr enthalten darf, exportieren Sie ihn und löschen Sie danach die bearbeitete Fassung aus der Mediathek.

Wenn der eingebaute Weg nicht reicht

Sobald Mosaik, nummerierte Schritte oder ein festes Seitenverhältnis ins Spiel kommen, brauchen Sie ein eigenes Werkzeug. Marka ist dafür gebaut: eine App für iPhone, iPad und Mac, in der das Abdecken die zweite Schaltfläche ist und mit dem Finger gestrichen wird — Sie fahren über die Nummer, statt erst einen Rahmen aufzuziehen und dann in einem Menü eine Betriebsart zu wählen. Mosaik, Zuschneiden mit acht Seitenverhältnissen, hundert Schritte Widerrufen und der Export sind kostenlos; Pfeile, Text, nummerierte Marker sowie die Modi Weichzeichner und Vollton gehören zu Pro, einem einmaligen Kauf, der für iPhone, iPad und Mac zusammen gilt.

Eines sollten Sie vor dem Installieren wissen: Die Oberfläche der App ist in dieser Version auf vereinfachtem Chinesisch. Die Werkzeuge sind Symbole und die Arbeit passiert auf der Zeichenfläche, aber wer eine deutschsprachige Oberfläche braucht, findet sie hier nicht. Das Bild verlässt das Gerät dabei nicht: Es gibt keinen Server, kein Konto und keine Analyse, und auf dem iPhone wird nur das Recht Nur hinzufügen für die Mediathek angefragt, damit das Ergebnis zurückgesichert werden kann.

Häufige Fragen

Wie decke ich auf dem iPhone eine Telefonnummer im Screenshot ab?

Mit Bordmitteln legen Sie über die Nummer eine volldeckende Form: im Markierungseditor auf das Pluszeichen, ein Rechteck einfügen, es auf volle Füllung stellen und über die Nummer schieben. Ein Mosaik oder einen Weichzeichner bietet iOS nicht an. Prüfen Sie danach das fertige Bild noch einmal, denn die Form bleibt bis zum Tippen auf Fertig verschiebbar. Ein volldeckender Balken ist hier ohnehin die sicherere Wahl als eine Verpixelung, weil er nichts übrig lässt, aus dem sich etwas zurückrechnen ließe.

Kann jemand meine Markierung wieder entfernen?

Der Empfänger nicht: Was Sie verschicken, ist ein flachgerechnetes Bild ohne Ebenen. Auf Ihrem eigenen Gerät schon, denn Fotos bearbeitet nicht destruktiv und stellt über Bearbeiten und Zurücksetzen das Original wieder her. Wenn ein Screenshot nach dem Abdecken wirklich nichts mehr enthalten soll, sichern Sie das Ergebnis und löschen Sie die bearbeitete Fassung aus der Mediathek.

Warum sieht mein Pfeil auf dem einen Screenshot dick und auf dem anderen dünn aus?

Weil die Strichstärke in der iOS-Markierung ein fester Wert ist und die Bilder unterschiedlich groß sind. Ein Strich, der auf einem Screenshot vom iPhone kräftig wirkt, verschwindet auf einem Bildschirmfoto mit doppelter Kantenlänge fast. Werkzeuge, die die Stärke als Anteil der kurzen Bildkante rechnen, halten die Wirkung über verschiedene Bildgrößen hinweg gleich.

Wie mache ich einen Screenshot einer ganzen Webseite?

In Safari lösen Sie den Screenshot wie gewohnt aus und schalten im Editor oben von Bildschirm auf Ganze Seite um. Das Ergebnis ist eine PDF-Datei der kompletten Seite, die Sie über In Dateien sichern ablegen. Beschriften können Sie darin ebenfalls, aber es ist kein Bild mehr, und viele Chatprogramme zeigen eine PDF-Datei nur als Anhang statt als Vorschau.

Brauche ich überhaupt eine App dafür?

Für einen Pfeil und ein Wort Text nicht. Sobald Sie regelmäßig Nummern verpixeln, Schritte nummerieren oder auf ein bestimmtes Seitenverhältnis zuschneiden, sparen Sie mit einem eigenen Werkzeug jedes Mal ein paar Minuten und vermeiden die typischen Fehler. Marka deckt genau diesen Fall ab, arbeitet vollständig auf dem Gerät und hat in dieser Version eine Oberfläche auf vereinfachtem Chinesisch.

Mit Marka erledigen

Marka ist eine App zum Beschriften von Screenshots für iPhone, iPad und Mac. Über das streichen, was niemand sehen soll, mit einem Pfeil auf das zeigen, was gemeint ist, die Schritte nummerieren, auf das Format zuschneiden, in dem Sie posten, und senden. Alles wird auf dem Gerät verarbeitet — kein Upload, kein Konto, kein Tracking, 2,4 MB Download. Öffnen, Zuschneiden, Mosaikpinsel und Export sind kostenlos; Pro ist ein einmaliger Kauf für alle drei Plattformen.

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