Schritte auf einem Screenshot nummerieren
Warum nummerierte Marker vier Pfeilen überlegen sind, wohin die Ziffern gehören, wann ein Bild pro Schritt besser ist als ein Bild mit fünf Nummern und was beim Löschen eines Schrittes kaputtgeht.
Sie erklären jemandem, wie er in einem Programm eine Einstellung findet, und schicken einen Screenshot mit. Auf dem Bild sind vier Pfeile. Der Empfänger sieht vier Pfeile und weiß, dass vier Stellen wichtig sind — aber nicht, welche zuerst. Genau diese eine Information fehlt, und sie ist die einzige, die eine Anleitung von einer Beschreibung unterscheidet.
Nummerierte Marker lösen das, weil eine Ziffer die Reihenfolge selbst mitbringt. Ein Pfeil zeigt nur auf etwas. Eine Eins zeigt auf etwas und sagt gleichzeitig: hier fängst du an. Das ist der ganze Vorteil, und er ist groß genug, um in jedem Anleitungsbild mit mehr als zwei Stationen die Standardwahl zu sein.
Wohin die Ziffern gehören
- Neben das Element, nicht darauf. Eine Ziffer über einer Schaltfläche verdeckt genau die Beschriftung, die der Leser lesen soll.
- Immer auf dieselbe Seite. Wenn alle Marker links oben neben ihrem Element sitzen, findet das Auge sie ohne Suchen. Springt die Position, sucht der Leser bei jedem Schritt neu.
- Mit genug Abstand zum Rand. Marker, die die Bildkante berühren, wirken abgeschnitten, und in Vorschaubildern werden sie es tatsächlich.
- In einer Farbe, die im Screenshot sonst nicht vorkommt. In einer Oberfläche mit vielen blauen Elementen ist ein blauer Marker unsichtbar; nehmen Sie Rot oder Orange, und wenn die Oberfläche selbst rot ist, umgekehrt.
- In Leserichtung, wenn möglich: von links oben nach rechts unten. Wenn Schritt drei über Schritt eins liegt, wird der Ablauf gegen die Sehgewohnheit gelesen und wirkt komplizierter, als er ist.
Ein Bild mit fünf Nummern oder fünf Bilder
Die Entscheidung fällt nicht nach Geschmack, sondern nach einer einfachen Frage: Bleibt der Bildschirm zwischen den Schritten derselbe? Wenn alle fünf Handgriffe in demselben Fenster passieren — ein Feld ausfüllen, ein Häkchen setzen, ein Auswahlmenü öffnen, auf Sichern klicken —, gehört das in ein einziges Bild. Der Leser sieht den ganzen Weg auf einmal und behält den Überblick.
Sobald sich der Bildschirm ändert, weil sich ein Dialog öffnet oder eine neue Seite lädt, braucht jeder Zustand sein eigenes Bild. Fünf Nummern auf fünf verschiedenen Bildschirmen in ein Bild zu quetschen, ist der häufigste Grund, warum Anleitungen nicht funktionieren: Der Leser sucht Schritt drei in einem Fenster, das er zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr vor sich hat.
Als Obergrenze für ein einzelnes Bild haben sich fünf bis sechs Marker bewährt. Darüber hinaus wird das Bild zur Suchaufgabe, und der Nutzen der Nummerierung kippt ins Gegenteil.
Was beim Löschen eines Schrittes kaputtgeht
Anleitungen ändern sich. Ein Schritt fällt weg, weil die Software ihn nicht mehr verlangt, und plötzlich steht auf dem Bild eine Eins, eine Drei, eine Vier und eine Fünf. Für Sie ist das offensichtlich eine gelöschte Zwei. Für den Leser ist es ein fehlender Schritt, und er hört auf, dem Bild zu vertrauen, oder schlimmer: Er sucht die Zwei.
Wer Marker als einzelne Textfelder setzt, muss in diesem Moment jede folgende Ziffer von Hand ändern, und beim vierten Mal geht eine vergessen. Werkzeuge mit einem echten Zählwerkzeug nehmen einem das ab. In Marka rücken die verbleibenden Nummern nach dem Löschen automatisch nach, und zwar in der Reihenfolge, in der Sie sie gesetzt haben — nicht in der Reihenfolge, in der die Marker übereinander liegen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber genau der Unterschied zwischen einer nachvollziehbaren Neunummerierung und einer, die die Schritte durcheinanderwirft, sobald Sie irgendwann einmal einen Marker verschoben haben.
Die Nummern im Bild, der Text daneben
Ein häufiger Fehler ist, den erklärenden Satz mit ins Bild zu schreiben. Das wirkt kompakt und kostet Sie später viel. Text im Bild ist nicht durchsuchbar, nicht kopierbar, nicht übersetzbar und für Bildschirmleser nicht zugänglich; und wenn sich eine Formulierung ändert, müssen Sie den Screenshot neu bauen, statt eine Zeile zu korrigieren.
Die haltbare Aufteilung: Ins Bild kommen nur die Ziffern. Der Text steht darunter als nummerierte Liste in der Nachricht, im Ticket oder im Artikel. Der Leser gleicht ab, Sie können den Text jederzeit ändern, und die Anleitung bleibt auch dann verständlich, wenn das Bild nicht geladen wird. Schreiben Sie zusätzlich einen Alternativtext, der die Schritte benennt und nicht nur Screenshot der Einstellungen sagt.
Werkzeug
Marka hat für diesen Zweck ein eigenes Zählwerkzeug: antippen setzt die nächste Nummer, und beim Löschen wird neu durchnummeriert. Die Größe der Marker und die Strichstärke der übrigen Werkzeuge sind Anteile der kurzen Bildkante statt fester Pixelwerte, weshalb dieselben Einstellungen auf einem Screenshot vom iPhone und auf einem hochaufgelösten Bildschirmfoto vergleichbar aussehen. Die Textgröße ist dabei bewusst von der Strichstärke entkoppelt, denn wie groß eine Beschriftung sein soll und wie dick ein Pfeil sein soll, sind zwei verschiedene Entscheidungen. Das Zählwerkzeug gehört zu Pro, einem einmaligen Kauf für iPhone, iPad und Mac zusammen; Zuschneiden und das Abdecken mit dem Mosaikpinsel sind kostenlos. Die Oberfläche der App ist in dieser Version auf vereinfachtem Chinesisch.
Häufige Fragen
Wie viele Schritte passen auf einen Screenshot?
Fünf bis sechs, wenn alle im selben Fenster stattfinden. Darüber wird das Bild zur Suchaufgabe und der Leser verliert den Faden. Sobald sich der Bildschirm zwischen zwei Schritten ändert, gehört jeder Zustand ohnehin in ein eigenes Bild, unabhängig von der Anzahl.
Nummern oder Pfeile?
Pfeile, wenn es genau eine Stelle gibt und die Reihenfolge keine Rolle spielt. Nummern, sobald es mehr als zwei Stationen sind oder die Abfolge zählt. Vier Pfeile auf einem Bild sagen dem Leser, dass vier Dinge wichtig sind, aber nicht, womit er anfangen soll — und das ist meistens genau die Information, wegen der er das Bild anschaut.
Welche Farbe und Größe für die Marker?
Eine Farbe, die in der abgebildeten Oberfläche selbst nicht vorkommt, damit die Ziffern nicht mit Elementen der Software verwechselt werden. Als Größe reicht, was in der voraussichtlichen Anzeigegröße noch lesbar ist: Ein Screenshot, den jemand in einem Chat mit vierhundert Pixeln Breite sieht, braucht deutlich größere Marker als einer in einem Artikel.
Soll die Erklärung in das Bild oder darunter?
Darunter, als nummerierte Liste. Text im Bild ist nicht durchsuchbar, nicht kopierbar, nicht übersetzbar und für Bildschirmleser unzugänglich, und jede Formulierungsänderung zwingt Sie, das Bild neu zu bauen. Im Bild stehen nur die Ziffern, im Text steht, was zu tun ist.
Was passiert, wenn ich mittendrin einen Schritt lösche?
Bei von Hand gesetzten Textfeldern nichts — es bleibt eine Lücke in der Zählung, und der Leser sucht den fehlenden Schritt. Ein echtes Zählwerkzeug nummeriert die übrigen Marker neu. In Marka geschieht das nach der Reihenfolge, in der die Marker gesetzt wurden, nicht danach, welcher Marker zuletzt verschoben wurde oder oben liegt.
Mit Marka erledigen
Marka ist eine App zum Beschriften von Screenshots für iPhone, iPad und Mac. Über das streichen, was niemand sehen soll, mit einem Pfeil auf das zeigen, was gemeint ist, die Schritte nummerieren, auf das Format zuschneiden, in dem Sie posten, und senden. Alles wird auf dem Gerät verarbeitet — kein Upload, kein Konto, kein Tracking, 2,4 MB Download. Öffnen, Zuschneiden, Mosaikpinsel und Export sind kostenlos; Pro ist ein einmaliger Kauf für alle drei Plattformen.